Maschinenring Ortenau

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Hagelabwehr Ortenau






05.10.2016 Im Dezernat ländlicher Raum des Landratsamt Ortenaukreis fand ein Gespräch mit Friedlinde Gurr-Hirsch, der Staatssekretärin im Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz statt. Anwesend waren neben dem 1. Vorsitzende der Hagelabwehr Ortenau e.V., Franz Benz und Manfred Bannwarth, Geschäftsführer des Maschinenring Ortenau auch der Amtsleiter des Amt für Landwirtschaft, Dr. Rainer Moritz. In dem Gespräch wurde die Arbeit der Hagelabwehr Ortenau dargestellt.

v.l. Manfred Bannwarth, Friedlinde Gurr-Hirsch (Staatssekretärin), Franz Benz und Dr. Rainer Moritz


28.07.2016 Zweiter Hagelflieger präsentiert

Franz Benz, der Vorsitzende der Hagelabwehr Ortenau e. V., Pilot Frank Kasparek und Professor Edgar Bohn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BGV, führten den Flieger vor und erklärten die Funktionsweise im Detail. Die Cessna 182 wurde für ihren Einsatz eigens umgebaut und mit Aceton-Generatoren ausgestattet, aus denen die Gewitterwolken mit Silberjodid „geimpft“ werden. So stehen die Chancen gut, dass der Wasserdampf in den Wolken gar nicht gefriert, sondern als Regen oder Matsch auf die Erde fällt und somit keinen Schaden mehr anrichten kann.






Als kleiner Einstieg in die Thematik Hagelflieger Ortenau, ein Auszug aus der Begrüßungsrede Gründungsversammlung des Vereins „Hagelabwehr Ortenau“ am 09.09.2014 von Dr. Moritz Amt für Landwirtschaft.
 
 
„Sehr geehrte Damen und Herren,
 
ich darf Sie alle sehr herzlich anlässlich der Gründungsversammlung des Vereins „Hagelabwehr Ortenau e.V.“  - auch im Namen von meiner Kollegin aus dem Landratsamt, Frau von Rudloff sehr herzlich begrüßen.
Mein besonderer Gruß und Dank gilt hierbei vor allem Herrn Benz, der in den zurückliegenden eineinhalb Jahren dieses Projekt initiiert, immer wieder maßgeblich befördert und engagiert vorangetrieben hat. Dies soll allerdings in keiner Weise den Einsatz und das Engagement der anderen Mitglieder der Initiativgruppe „Hagelabwehr Ortenau“ schmälern. Die gemeinsame Arbeit während der zurückliegenden Ideen- und Findungsphase war stets sehr konstruktiv, offen und zielorientiert. Dafür möchte ich allen an diesem Projekt beteiligten Personen im Namen des Ortenaukreises bereits an dieser Stelle sehr herzlich danken.
 
Ich darf ihnen zunächst die herzlichen Grüße unseres Landrates, Herrn Frank Scherer, überbringen, der sich in den zurückliegenden Monaten immer wieder über den Fortgang der Aktivitäten unterrichten ließ. Herr Scherer hat den bisherigen Unterstützungsleistungen durch den Ortenaukreis bzw. der Begleitung durch die fachlich und organisatorisch zuständigen Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamtes von Anfang an zugestimmt und hofft natürlich auf eine weitere positive Entwicklung der Initiative.
 
Der  Ortenaukreis ist der flächengrößte Kreis in Baden-Württemberg und wird in besonderer Weise durch den ländlichen Raum und damit durch die Landwirtschaft geprägt. Neben 28.000 ha Ackerland, 21.000 ha Grünland prägen vor allem ca. 8.000 ha Sonderkulturen die landwirtschaftliche Struktur, aber auch das Wertschöpfungspotential der hiesigen regionalen  Landwirtschaft. Allein hinter der Sparte „Pflanzliche Erzeugung“ verbirgt sich im Ortenaukreis ein Produktionswert von ca. 170 Mio. Euro.  
Neben bisher unbekannten Schädlingen - wie zum Beispiel aktuell gerade der Kirschessigfliege oder dem Maiswurzelbohrer - sind bzw. waren es in den vergangenen Jahren immer wieder massive Unwetterereignisse mit Starkregen, Sturm und vor allem Hagel, die die Ernte bzw. Lese und damit den gerechten Lohn für die Arbeit der betroffenen Landwirte und Winzer häufig in kürzester Zeit zunichte machten oder zumindest massive Qualitätsbeeinträchtigungen hervorriefen.
 
Diese Entwicklung hat in den zurückliegenden Jahren bei den betroffenen Betrieben immer wieder zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden - teilweise auch bis zur Existenzgefährdung - geführt.
Ohne Zweifel haben die Witterungsextreme in den zurückliegenden Jahren deutlich zugenommen. Inwieweit wir hierbei bereits von eineindeutigen Signalen des Klimawandels ausgehen müssen, vermag letztlich niemand abschließend zu sagen.
Sicher ist nur, dass unsere Atmosphäre und damit auch unser gesamtes Wettergeschehen mit einem wachsenden Energiepotential ausgestattet werden und somit extreme Wetterereignisse mit Starkregen und massiven Hagel immer wahrscheinlicher werden.
An dieser unangenehmen, aber auch nicht mehr leichtfertig zu negierenden Wahrheit führt kein Weg vorbei.
 
Gerade im Ortenaukreis mit seinem großflächigen Sonderkulturanbau ist deshalb die Gründung des Vereines „Hagelabwehr Ortenau e.V.“ eine der wenigen möglichen und erfolgversprechenden Reaktionen bzw. die logische Konsequenz, um gravierenden Hagelereignissen und den sich hieraus ergebenden Schadensszenarien bereits im Ansatz zu begegnen.   
Aus diesem Grunde haben auch der Ortenaukreis und der Kreis Rastatt die Initiative zur Etablierung eines Hagelfliegers grundsätzlich begrüßt und - soweit dies möglich und erforderlich war - begleitet.
 
Der amerikanische Präsident Theodore Roosevelt sagte einmal: „Es gibt etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben, nämlich nichts unternommen zu haben“. Sie haben rechtzeitig etwas unternommen und deshalb wünschen wir Ihnen bzw. der „Hagelabwehr in der Ortenau“ den bestmöglichen Erfolg!“


Aktuelles

28.07.2016 Vorstellung des 2. Fliegers der Hagelabwehr Ortenau

29.04.2015 Hagelflieger ist Einsatzbereit

28.02.2015 Hagelflieger ist startklar